Bericht des Eigenbetriebs Stadtentwässerung zum Projekt des Hochwasserrückhaltebeckens Bohrertal

In der Jahresversammlung des Ortsvereins Günterstal am 20.03.2013 gab der Erste Betriebsleiter, Herr Bolder folgenden Bericht zum Sachstand des Projektes „Hochwasserrückhaltebecken Bohrertal“ ab:
Nach dem der Eigenbetrieb Stadtentwässerung am 29.09.2010 dem Bauausschuss mit Drucksache BA-10/021 den Sachstand zum Hochwasserschutz dargestellt hatte, wechselte das Projekt in die Zuständigkeit des Garten- und Tiefbauamtes. Bereits in der Drucksache BA-10/021 wurde dem Standort 3A auf Freiburger Gemarkung unmittelbar vor der Gemarkungsgrenze Priorität eingeräumt, weil bereits am 23.07.2010 zwischen den Verwaltungsspitzen der Stadt und des Landratsamtes sowie des Bürgermeisteramtes Horben diesbezüglich eine Abstimmung stattgefunden hatte.

Die Drucksache zur Information das Bauausschusses wurde erstellt, nachdem das beauftragte Ingenieurbüro Ernst & Co. in einer Machbarkeitsstudie verschiedene Standorte sowie alternative Projekte untersucht hatte. Derzeit ist das Ingenieurbüro Wald und Corbe beauftragt, eine genehmigungsreife Planung zur Errichtung des Rückhaltebeckens mit ca. 280.000 m³ Inhalt auf dem Standort 3A zu erstellen. Der im Entwurf befindliche Doppelhaushalt 2013-2014 sieht hierfür 200.000 € vor.

Das Ingenieurbüro ist beauftragt, Vorschläge zu liefern, um das bis zu 14 m hohe Dammbauwerk gut in die Landschaft einzupassen. Es soll auch prüfen, ob der Damm niedriger ausfallen kann. Ebenfalls soll die Visualisierung der vorgeschlagenen Lösung möglichst realistisch neu erstellt werden. Erste Zwischenergebnisse werden bis Jahresmitte erwartet. Es wurde zugesagt, zur Vorstellung dieser Zwischenergebnisse zusammen mit dem Ortsverein eine öffentliche Veranstaltung durchzuführen.

Auf Fragen wurde ausgeführt,
  • dass der Damm eine Oberfläche als Wiese erhalten würde, die auf der Luftseite mit Büschen bepflanzt werden könne.
  • dass eine Kaskade aus 2 Becken, wobei das eine Becken in Horben liegen würde, zu teuer wäre.
  • dass das bereits bestehende Becken an der Wonnhalde nur 17.000 m³ Inhalt habe.
  • dass der neue Stadtteil „Dietenbach“ einen Ausgleich brauche für verloren gehendes Retentionsvolumen, so dass die Wirkung des Hochwasser-Rückhaltebeckens Bohrertal sehr willkommen wäre.
  • dass das Becken eher dem Hochwasserschutz für die Wiehre als für Günterstal dienen würde, denn der Hölderlebach sei in Günterstal für das 100jährige Ereignis auf weiten Strecken ausreichend ausgebaut.
  • dass die zu verlegende Landesstraße in ihrer künftigen Linienführung abbremsende Wirkung auf die nach Freiburg einfahrenden Fahrzeuge haben würde.
  • dass die Flächen im Beckeninneren weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden können.
  • dass der Beckendamm sich im Laufe der Zeit in die Landschaft einpassen wird und mit einer bunten Blumenmischung eingesäht werden könnte.
  • dass der Stadt das Landschaftsbild am Ortseingang von Günterstal sehr wichtig ist und dass zusammen mit dem beauftragten Ingenieurbüro über eine geschwungene Linienführung und eine möglichst niedrige Dammhöhe eine landschaftsverträgliche Lösung verfolgt wird. Mit einem Gerüst könnte eine Vorstellung der späteren Wirkung gegeben werden.

Bolder
Erster Betriebsleiter
Freiburg Webdesign - Heusser Datendesign