„Stolperstein“ vor dem ehemaligen Waisenhaus

Am 14. September wurde vor dem ehemaligen Waisenhaus ein Stolperstein verlegt, der an das Schicksal eines Kindes erinnert: 
Erika Lautenschläger
Erika wurde am 15.9. 1940 geboren, sie wurde im damaligen Waisenhaus untergebracht. Nach dem 1941 ergangenen Erlass des NS - Regimes waren Kinder mit „schweren Missbildungen“ oder „schweren geistigen Schädigungen“ einer „Behandlung oder Asylierung zuzuführen“.
Das Städtische Wohlfahrtsamt beantragte am 6.9.1943 die Einweisung Erikas in die Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren. Zusammen mit drei anderen Kindern wurde Erika am 21.9. dorthin transportiert. Am 31.1.1944 erlag sie einer „doppelseitigen Grippepneumonie“. Todesursache war in Wirklichkeit die Verabreichung eines hochdosierten Schlaf- und Schmerzmittels gemäß der angeordneten Kinder-„Euthanasie“. Angehörige der getöteten Kinder wurden von der Tötung nicht benachrichtigt. 
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